semantische Demenz

Als semantische Demenz wird jene Form der Demenzerkrankung bezeichnet, bei der es zu einer Störung der Sprachsemantik kommt, was sich sowohl in Wortverständnis- als auch in Benennstörungen äussert. Die Phonologie, die Syntax und das Nachsprechen von einzelnen Worten und kurzen Sätzen sind zwar erhalten und auch die Spontansprache der Erkrankten ist flüssig, bleibt aber inhaltsarm, wobei auch der Verlust von Empathie und eine Einschränkung der Interessen bzw. alltäglichen Beschäftigungen beobachtet werden kann. Neuropsychologisch zeigen sich diese Beeinträchtigungen oft auch bei der Gesichts- oder Objekterkennung, aber auch in den elementaren Wahrnehmungsfunktionen und den räumlichen Fähigkeiten kommt es zu Defiziten. Meist bleibt aber die Fähigkeit, sich an Ereignisse des täglichen Lebens zu erinnern, erhalten. Organisch findet sich u. U. eine bilaterale, seltener eine asymmetrische Atrophie des anterioren temporalen Cortex, insbesondere im Bereich des inferioren und mittleren temporalen Gyrus.



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