exekutiven Funktionen

Als exekutive Funktionen werden jene kognitiven Fähigkeiten zusammengefasst, mit denen man seine Gedanken kontrolliert und  koordiniert. Dazu zählt in erster Linie das Arbeitsgedächtnis, das dafür zuständig ist, Informationen zu speichern, die für das Ausführen einer Aufgabe unmittelbar notwendig sind. Auch die kognitive Flexibilität zählt dazu, also die Fähigkeit, sich schnell auf neue Situationen einzustellen, verschiedene Sichtweisen einzunehmen und sich in andere hineinzuversetzen.

Unter den exekutiven Funktionen versteht man in der Psychologie also all jene mentalen Prozesse höherer Ordnung, die einem Menschen planmässiges, zielgerichtetes und effektives Handeln ermöglichen, wobei diese u. a. Funktionen wie Antizipation, Planung, Handlungsinitiierung, Sequenzierung und Zielüberwachung, Koordinierung von Informationen und Prozessen, sowie kognitive Flexibilität wie die Umstellungsfähigkeit umfassen.

Die exekutiven Funktionen sind auch an inhibitorischen Mechanismen beteiligt, d.h., sie helfen den Menschen, auf handlungsrelevante Informationen zu fokussieren, und hemmen der Handlungssituation unangemessene Reaktionen. Altersbedingte Beeinträchtigungen der exekutiven Funktionen äußern sich etwa in rein routinemässigem Handeln, Widerwillen gegen Veränderungen, reduzierter kognitiver Flexibilität und mangelnder Initiative und Aktivität.




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