Psychoanalytiker

Psychoanalytiker ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Psychotherapeuten, der auf der Basis der Psychoanalyse Sigmund Freuds oder anderer verwandter Schulen Therapie betreibt. Die Psychoanalyse als Therapieform basiert auf der Annahme, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt zwischen der gegenwärtigen psychischen Entwicklung des Menschen, seinen Wünschen und Begierden, Verhalten und Bedürfnissen, sowohl bewusst wie unbewusst, und den Erlebnissen aus seiner Vergangenheit. Ein Psychoanalytiker hat nun die Aufgabe, diese Zusammenhänge gemeinsam mit den Klienten offen zu legen. Dafür muss ein therapeutisch tätiger Analytiker in der Regel eine intensive Ausbildung in Theorie und Praxis absolvieren. Im Prozess des Analytiker-Werdens und auch Analytiker-Bleibens geht es vor allem um die Entwicklung eines eigenen unverwechselbaren Erklärungsmodells, das aus der Dynamik von Gelingen und Scheitern erwächst, wobei bestimmte Haltungen und Funktionen auf Seiten des Analytikers für diesen ständigen Umwandlungsprozess erforderlich sind. In der Trias von Präsenz, Gegenübertragung und Einsicht als die zentralen qualitativen Elemente psychoanalytischen und letztlich auch psychotherapeutischen Handelns entwickelt sich eine Grundhaltung für eine professionelle Praxis.

Siehe dazu im Detail Die psychoanalytischen Schulen.




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