Anonymisierung

Anonymisierung bei einer wissenschaftlichen Untersuchung bezeichnet das Verändern personenbezogener Daten derart, dass diese Daten nicht mehr einer Person zugeordnet werden können. Bei der formalen Anonymisierung erfolgt das durch eine Trennung der direkten Identifizierungsmerkmale wie Namen oder Adressen der Befragten von den eigentlichen Primärdaten. Anonymisierung ist wie die Pseudonymisierung eine Maßnahme des Datenschutzes.

Als Anonymisierung bezeichnet man speziell bei psychologischen Erhebungen die Löschung all jener Hinweise etwa in einem Fragebogen und in Forschungsberichten, die  verraten könnten, von welchen konkreten Personen die Daten stammen. Anonymisierung ist häufig allein aus Gründen des Datenschutzes geboten, häufiger aber auch aus Gründen der Forschungsethik. Während die Anonymisierung bei Fragebögen eher ein technisches Problem darstellt, ist sie etwa bei qualitativen Interviews eine Reduktion des Informationsgehaltes der Daten. Deshalb praktiziert man häufig eine Pseudonymisierung, d.h., man ersetzt die originalen, auf die Person verweisenden Daten durch Kürzel, die aber im Informationsgehalt möglichst nahe am Original sind.




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