Aktivierung

Unter Aktivierung bzw. Aktivation versteht man den Grad der allgemeinen Aufmerksamkeit, der durch Reize aus der Umwelt und Vorgänge im Großhirn gesteuert wird. Unter Aktivation versteht man in der Psychologie also einen Zustand erhöhter psychophysiologischer Erregung, der meist durch neuartige, komplexe, konfliktträchtige und Unsicherheit induzierende Reize ausgelöst wird. Ein jeder Organismus, der in seiner Wahrnehmungswelt auf solche Reize stößt, vergleicht diese mit seinen bisherigen Erfahrungen und reagiert dementsprechend, wobei es im Extremfall zu einer Flucht- bzw. Abwehrreaktion kommen kann.

1.    Definition
Aktivierung ist eine Grunddimension aller Antriebsprozesse. Durch die Aktivierung wird der Organismus mit Energie versorgt und in einen Zustand der Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit versetzt. “ (Vgl . Kroeber-Riel 1992, S. 55f)
2. Definition
Aktivierung oder Aktivation, ist ein zentralnervöser Zustand von Aufmerksamkeit, zwischen Schlaf und Überregung variierend. Sehr hohe aber auch niedrige Aktivierung kann leistungshemmend wirken (vgl. Yerks-Dosdon-Gesetz) (Bertelsmann, 1995; S. 15).
3. Definition
„Soziale Aktivierung, kann negativ oder positiv wirken. Tritt bei, durch dritte beobachteten Handlungen ein. Stimuliert Leistung bei gut Geübten, verringert Leistung bei ungewohnten Handlungen“ (vgl. Bertelsmann, 1995; S. 15).
4. Definition
Aktivierung, Gesetz der funktionalen, nach Rohracher – Lediglich durch äußere Reize durch Triebe, Interessen aber auch Gefühle kann die Wahrnehmung, das Denken oder das Gedächtnis zu Leistung gebracht werden (vgl. Häcker 1998; S. 20).
5. Definition
Aktivation und Leistung stehen in einem direkten, nichtlinearen Zusammenhang. Steigt die Aktivation, so steigt auch die Leistung „kurvenlinear“ bis zu ihrem Maximum. Bei fortlaufender  Steigung der Aktivation nimmt jedoch die Leistung wieder proportional ab (vgl. Legewie & Ehlers 1992, S. 107f).

Literatur
Brockhaus Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden (1986). Band I. 19. Auflage. Mannheim: F.A. Brockhaus.
Bertelsmann Lexikon der Psychologie (1995). Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag.
Häcker, H. & Stapf, K. Hg. (1998). Dorsch Psychologisches Wörterbuch. Bern Göttingen Toronto Seattle: Verlag Hans Huber.
Kroeber-Riel, W. (1992). Konsumentenverhalten. 5. Auflage. München: Vahlen.
Legewie, H. & Ehlers, W. (1992). Kaurs moderne Psychologie: Neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Ausgabe. München: Droemer Knaur.



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