Jost’sche Sätze

Die Jost’schen Sätze zum Lernen und Behalten im Gedächtnis stammen aus der frühen psychologischen Lernforschung und beziehen sich auf das Vergessen von Gelerntem. Adolf Lothar Jost war ein österreichischer Psychologe. Ebbinghaus hatte in Göttingen zur Erforschung des Gedächtnisses Experimente zur Erinnerung sinnlos konstruierter Silben unternommen, um Einflüsse wie Assoziationen ausschließen zu können. Jost griff diese Methode auf, als er sich in diesem Zusammenhang mit der Verteilung von Wiederholungen beim Lernen sinnloser Silben beschäftigte.

1. Jost’scher Satz: „Sind zwei Assoziationen von gleicher Stärke, aber verschiedenem Alter, so fällt die ältere in der Zeit weniger ab“. Dieser Satz ist nur eine andere Formulierung für die Vergessenskurve.
2. Jost’scher Satz: „Sind zwei Assoziationen von gleicher Stärke, aber verschiedenem Alter, so hat für die ältere eine Neuwiederholung größeren Wert“. Alte Assoziationen werden durch Wiederholungen mehr gestärkt als jüngere.




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